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Nepal

Wissenswertes
 

Gerettet durch Entwicklungshilfe:
tibetische Knüpfkunst aus Nepal.

Die tibetanische Knüpfkunst vergangener Jahrhunderte war in Europa bis zum Ende der 60ger Jahre weitgehend unbekannt. Dies änderte sich schlagartig, als zu diesem Zeitpunkt von tibetanischen Flüchtlingen in Nepal erste Stücke mit traditionellen Dessins gefertigt wurden. Diese Entwicklung hielt bis zum heutigen Tage an, was an den zahlenmäßig ständig steigenden Importen zu sehen ist. Ursache dafür sind einerseits die traditionellen tibetanischen Dessins - andererseits aber auch überraschenderweise die Schweizer Entwicklungshilfe.


Eine Schweizer Mission und das Comeback tibetischer Muster.

Als die Schweizer Entwicklungshelfer das Potential an Arbeit, Lohn und Ertrag erkannten, das die Tibeter mit ihrer Teppichkunst nach Nepal brachten, scheuten sie weder Investition noch Mühen. Man suchte und erstand alte tibetanische Originalstücke, die Motive aus dem Lamaismus und der tibetianischen Sagenwelt zeigten. Von diesen Vorbildern wurden Teppiche geknüpft, die sich nur in den Formaten und einer Angleichung der Motive an den europäischen Geschmack von den Originalen unterschieden.

Vom Projekt zur Privatwirtschaft.

Seit den 60gern sind in Nepal zahlreiche, privatwirtschaftliche Knüpfereien entstanden, welche die alte Tradition aus Tibet nun konsequent weiterführen. Eine solche Tibeterkolonie beschäftigt im Durchschnitt um die 1000 Menschen und erschafft authentische Volkskunst, die ihre Wurzeln im Glauben und im hohen handwerklichen Geschick der Tibeter hat. Es sind in der Hauptsache hochwertige Wand- und Bodenteppiche, die diese Knüpfereien herstellen.

Das Motiv ist bei diesen Teppichen das Wichtigste. Es handelt sich hierbei meist um Abbildungen aus dem Glauben und der Sagenwelt der Tibeter, die beim Knüpfen umgesetzt wurden. Signifikant ist dabei der typische Symbolismus der Region, denn hinter fast jedem Motiv verbirgt sich eine religiöse oder sagenhafte Bedeutung aus der Geschichte Tibets.

Ideal für Teppiche: Bergschafwolle.
Der Rohstoff für Teppiche aus Tibet ist die Wolle der eigenen Bergschafzucht. Sie wird von Sherpas in langen Märschen von der anderen Seite des Himalaya herbeigeschafft und ist zur Herstellung von Knüpfteppichen ideal. Die Wolle wird zuerst in einem Bach gewaschen und dann ausgelegt, um von der Sonne getrocknet zu werden. Dann wird sie verarbeitet, wobei ca. die Hälfte des Materials durch das Sortieren, Waschen, Knüpfen und Färben verlorengeht. Die Tibeter setzen dabei ein eigenes Knüpfsystem ein. Gefärbt wird sowohl mit Natur- als auch synthetischen Farben. Die fertigen Knüpfteppiche werden über Kathmandu und Neu Dehli nach Europa exportiert, wo sie nach Veredelung durch eine Teppichwäsche in den Fachhandel kommen.

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